
Was ist Akupunktur? Akupunktur kommt von acus = Nadel und pungere = stechen und bedeutet Therapie mit Nadeln.
Die Reizung von Akupunkturpunkten ist wohl die älteste und am weitesten verbreitete Heilmethode der Welt. Durch Einstiche mit Nadeln an genau festgelegten Punkten der Haut können Störungen im Körperinneren beseitigt oder gelindert werden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, auf Akupunkturpunkte einzuwirken. Sticht man Nadeln in sie ein, so bezeichnet man dies als Akupunktur, außerdem kann man sie auch durch Wärme (Moxibustion), Ultraschall, Laserstrahlen, oder auch durch Druck mit dem Finger oder mit einem Stift (Akupressur) reizen.
Wann wird Akupunktur eingesetzt?
Behandelt werden vor allem Erkrankungen, die auf eine gestörte Organfunktion zurückzuführen sind. Bei zerstörten Strukturen, z.B. starker Arthrose, kann die Akupunktur nur noch eine Linderung bewirken. So wenig die Akupunktur Gallen- oder Nierensteine auflösen kann, so wenig vermag sie Knochenbrüche zu heilen. Nach einer Operation kann sie jedoch die Schmerzen nehmen. Notfallmäßig darf akupunktiert werden bei Herzschmerzen, Gallenkoliken, Nierenkoliken, Zahnschmerzen, Asthmaanfällen - aber nur zusätzlich zur üblichen schulmedizinischen Behandlung.
Wo kann Akupunktur helfen?
Kopfschmerzen, Migräne, Spannungskopfschmerz Orthopädische Krankheitsbilder wie: HWS-Syndrom, Schulter-Arm-Syndrom, Hexenschuss, "Ischias", Hüft - und Knieschmerzen, ,,Tennisellenbogen".
Gynäkologische und urologische Beschwerden: Menstruations- und Zyklusstörungen, Unfruchtbarkeit, Potenzprobleme, Blasenleiden, klimakterische Beschwerden. Magen-Darm-Beschwerden, Gastritis, Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre, Gallenblasenfunktionstörungen, Colitis ulcerosa und Morbus Crohn.
Atemwegserkrankungen: Spastische Bronchitis, Asthma, Heuschnupfen, akute und chronische Nasennebenhöhlenentzündungen. Psycho-vegetative Störungen: Erschöpfungszustände, Schlafstörung.
Suchtprobleme (Nikotin, Alkohol), Esssucht. Augenerkrankungen wie Bindehautentzündungen und Grüner Star.